Am Ende eines Leasingvertrags steht ein Termin, den viele unterschätzen: die Rückgabe. Das Fahrzeug wird begutachtet, und alles, was über die «normale Abnutzung» hinausgeht, wird verrechnet. Wer sich zwei Wochen vorher damit beschäftigt, spart in der Regel mehr, als die Vorbereitung kostet.
Wie eine Rückgabe abläuft
Beim Rückgabetermin nimmt eine Gutachterin oder ein Gutachter das Auto Punkt für Punkt ab: Karosserie, Lack, Scheiben, Felgen, Reifen, Innenraum, Technik, Kilometerstand und Vollständigkeit (Schlüssel, Serviceheft, Zubehör). Das Ergebnis ist ein Rückgabeprotokoll, das die Grundlage für allfällige Nachbelastungen bildet. Was dort steht, lässt sich später kaum noch anfechten — deshalb zählt der Zustand an genau diesem Tag.
Normale Abnutzung oder Schaden?
Die Grenze definiert Ihr Leasingvertrag, meist in einem separaten Dokument zu den Rückgabebedingungen. Die Kataloge unterscheiden sich, aber das Muster ist ähnlich:
- Meist toleriert: kleine Steinschläge an der Front, leichte Kratzer ohne Lackdurchbruch, normale Gebrauchsspuren an Sitzen und Griffen, geringe Bremsverschleissspuren.
- Meist verrechnet: Dellen, Kratzer bis auf die Grundierung, beschädigte oder nicht mehr originale Felgen, Risse in Scheiben, Brandlöcher, Flecken und Gerüche im Innenraum, fehlende Schlüssel oder Serviceeinträge, Reifen unter der Mindestprofiltiefe.
Lesen Sie diese Liste vor dem Termin. Vieles, was verrechnet würde, lässt sich vorher günstiger beheben.
Die Checkliste
- Rückgabebedingungen lesen. Was gilt als Schaden, welche Fristen und Kilometergrenzen stehen im Vertrag?
- Auto gründlich reinigen — innen und aussen. Ein verschmutztes Auto wirkt ungepflegt, und im Schmutz sieht auch der Gutachter keine Details. Er notiert lieber einmal zu viel.
- Kleine Schäden beheben lassen. Smart-Repair von Dellen, Lackausbesserung an Kratzern, Felgenreparatur — meist deutlich günstiger als die Pauschalen im Rückgabekatalog.
- Reifen prüfen. Profiltiefe, Beschädigungen, und ob die richtigen Räder montiert sind (Sommer- oder Winterräder gemäss Vertrag).
- Unterlagen zusammensuchen. Alle Schlüssel, Serviceheft mit lückenlosen Einträgen, Bordmappe, Zubehör wie Ladekabel oder zweite Fussmatten.
- Zustand selbst dokumentieren. Fotos rundherum bei Tageslicht, Innenraum, Kilometerstand — am Tag der Rückgabe. Das ist Ihre Grundlage, falls das Protokoll etwas enthält, das Sie nicht nachvollziehen können.
- Beim Termin dabei sein. Lassen Sie sich das Protokoll erklären und unterschreiben Sie nichts, was Sie nicht gesehen haben.
Warum sich die Aufbereitung vorher rechnet
Verschmutzung, Gerüche und stumpfer Lack sind keine Schäden — aber sie beeinflussen, wie genau hingeschaut wird und wie ein Gebrauchsspur bewertet wird. Eine komplette Aufbereitung vor der Rückgabe hat deshalb zwei Wirkungen: Die Gutachterin sieht ein gepflegtes Fahrzeug, und echte Schäden lassen sich sauber von Schmutz unterscheiden.
Für Garagen und Händler machen wir genau das im Paket Rückgabe / Leasing: Innen- und Aussenaufbereitung, dazu ein Fotoprotokoll des Zustands vor der Übergabe. Abholung und Rückgabe sind inklusive, die Richtofferte kommt innert 24 Stunden. Privatpersonen fragen am besten kurz an — Ferdi sagt Ihnen, was möglich ist.